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Ästhetisch-Plastische Chirurgie

Wenn Mann seine Muskelkraft regelmäßig im Fitnessstudio trainiert, möchte er natürlich auch optisch ansprechende Ergebnisse sehen. Leider ist es gar nicht so selten, dass sich die Bauch- oder Oberarmmuskeln trotz intensiver Bemühungen nur schwer oder gar nicht in die gewünschte Form bringen lassen. In den letzten Jahren hat sich in der Männerwelt allerdings viel getan: Statt sich missmutig damit abzufinden, nutzen immer mehr Männer die modernen Möglichkeiten der Plastisch-Ästhetischen Chirurgie, um ihre Muskeln besser zur Geltung kommen zu lassen. »Die Methode nennt sich Bodycontouring und ist das ideale Verfahren, um Männern — und natürlich auch Frauen — zu einem schön definierten Körper zu verhelfen«, erklärt der Münchner Facharzt für Plastisch-Ästhetische Chirurgie Dr. med. Hans-Hermann Wörl.

von Dr. Nicole Schaenzler

Herr Dr. Wörl, Sie sind mit unseren Ideal­vorstellungen von einem attraktiven, formbetonten sportlichen Äußeren bestens ­vertraut. Was wünschen sich Frauen, und worauf legen Männern besonderen Wert?

Dr. Wörl: In den letzten Jahren haben sich die Vorstellungen tatsächlich etwas geändert — ein Trend, der in Kalifornien seinen Anfang nahm, aber inzwischen auch hierzulande immer mehr Anhänger findet. Danach spielt heute vor allem eine durchtrainierte, gut definierte Muskulatur eine wichtige Rolle, also der Wunsch, dass die Muskeln durch scharfe Konturen sichtbar sind und dem Körper damit eine attraktive, sportive Silhouette verleihen. Während sich viele Frauen darunter z. B. einen straffen, wohlgerundeten Po, schön geformte, schlanke Beine oder einen flachen Bauch vorstellen, sind Männern vor allem muskelbetonte Oberarme, ein muskulöser Oberkörper oder ein Sixpack wichtig.

Wie können Sie helfen, wenn Krafttraining allein nicht ausreicht, um den Muskeln die gewünschten Konturen zu verleihen?

Dr. Wörl: Dann können wir mithilfe des »Bodycontourings« dafür sorgen, dass die antrainierte Muskelmasse auch optisch zur Geltung kommt. Um dieses Ziel zu erreichen, nutzen wir eine ­spezielle Technik der Fettabsaugung.

Ist die Fettabsaugung nicht eigentlich eine Methode der Lipödem-Therapie?

Dr. Wörl: Das ist richtig. Neben der ästhetischen Beseitigung von Problemzonen, z. B. an Oberschenkeln, Bauch und Hüften, ist das Lipödem eine weitere klassische Indikation für eine Fettabsaugung. Das Lipödem beruht auf einer erblichen, hormonellen Störung der Fettverteilung im Körper und betrifft fast ausschließlich Frauen. Mit der Fettabsaugung wird das überschüssige Fett im Unterhautgewebe entfernt. Es entsteht durch eine unkontrollierte Vermehrung der Fettzellen, die durch diätetische Maßnahmen kaum zu beeinflussen sind. Häufig sind Hüfte, Ober- und Unterschenkel, aber auch die Ober- und ­Unterarme in Mitleidenschaft gezogen.

Die Betroffenen sind mit dem Ergebnis meist sehr glücklich: Endlich haben sie wieder proportionierte Hüften und Beine, die zu ihrem Gesamtkörper passen. Das Prinzip der Fettabsaugung lässt sich jedoch mit der technischen Erweiterung einer Fettrücktransplantation auch für die Konturbetonung von Muskeln nutzen — das ist das Ziel des Bodycontouring. Während es bei der Lipödem-Therapie nur darum geht, Fett zu entfernen, geht es beim Bodycontouring darum, mit dem entfernten Fett die Körperformen zusätzlich zu modellieren.

Wie funktioniert die Methode?

Dr. Wörl: Wie gesagt, um den Muskeln mehr Konturen und mehr Volumen zu verleihen, nutzen wir das Eigenfett des Körpers. Hierfür entfernen wir zunächst Fettgewebe aus Problemzonen oder aus dem angrenzenden Gebiet der Muskeln und implantieren es dann direkt in oder auf den Muskel. Dadurch geben wir ihm mehr Volumen und betonen gleichzeitig seine Konturen. Häufigste Wünsche hier sind bei Frauen eine Betonung der Po-Rundungen und bei Männern die Bauchformung. Ein weiterer Vorteil: Auf diese Weise kommen nicht nur die Muskeln besser zur Geltung, sondern auch ungeliebte Fettpölsterchen sind verschwunden.

Ist die Methode auch zur Gewichtsreduktion geeignet?

Dr. Wörl: Nein. Die Fettabsaugung ist zwar eine sehr effektive Methode, um dem Körper eine bessere Kontur zu geben — zur Gewichtsreduzierung eignet sie jedoch nicht. Im Gegenteil: Zu erwarten, nach der Behandlung um einige Körpergrößen schlanker zu sein, ist nicht nur unrealistisch, sondern birgt zudem gesundheitliche Risiken. Hier ist auch der verantwortungsbewusste Ästhetisch-Plastische Chirurg gefragt, der immer erst einmal ein ausführliches Beratungsgespräch führt, um gemeinsam mit dem Patienten herauszufinden, ob eine Fettabsaugung oder eine Formkontourierung in seinem Fall tatsächlich die geeignete Maßnahme zur Problemlösung ist.

 

Der Münchner Facharzt für Plastische Chirurgie Dr. Hans-Hermann Wörl praktiziert gemeinsam mit seinem Kollegen Dr. Stefan Schmiedl in der Praxisgemeinschaft Widenmayer 16 — Plastische Chirurgie & Ästhetik an der Isar. Die Praxisgemeinschaft arbeitet mit Dr. Eugen Herndl und Dr. Sebastian Voigt zusammen. Ihr Behandlungsspektrum umfasst nahezu sämtliche Leistungen der Rekonstruktiven (u. a. Korrekturen nach Brustkrebs, Folgeoperationen nach massivem Gewichtsverlust, Fettabsaugungen bei Lipöde­men) und der Ästhetischen Chirurgie. Dazu gehören alle operativen wie auch nicht-operativen Maßnahmen (z. B. Botox und Filler) zur Gesichtsverjüngung, Lidkorrektur, Nasenkorrekturen, Brustvergrößerung, Brustverkleinerung und Bruststraffung, Fettabsaugung, Bodycontouring / Bodylift, Oberarm-, Oberschenkel- und Bauchdeckenstraffung sowie Genitalchirurgie.

Nähere Infos: www.widenmayer16.de

 

Bildquelle (header): 123RF (Ferli Achirulli)

 

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