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Ästhetisch-Plastische Chirurgie

»Schlank und straff in nur zehn Minuten — mit Hanteln oder Liegestützen lassen sich erschlaffte Oberarme schnell wieder in Form bringen!« Diese verheißungsvolle Botschaft vieler Frauenmagazine und Fitnessclubs hört sich gut an. Nur leider stimmt sie nicht — zumindest nicht für Frauen jenseits der 40: Hat die Spannkraft der Oberarmhaut erst einmal sichtbar nachgelassen, lassen sich die erschlafften Oberarme weder mit speziellen Cremes noch mit intensivem sportlichem Training wieder in Form bringen. Viele Frauen finden ihre Oberarme dann so unansehnlich, dass sie sich ratsuchend an einen ästhetisch-plastischen Chirurgen wenden. Wie ihnen geholfen werden kann, darüber sprach TOPFIT mit den Münchner Fachärzten für Plastisch-Ästhetische Chirurgie Dr. Hans-Hermann Wörl und Dr. Stefan Schmiedl.

von Dr. Nicole Schaenzler

Herr Dr. Wörl, die Oberarme sind für viele Frauen eine Problemzone: Früher wohlgeformt und straff, haben sie nun sichtbar an Festigkeit verloren. Dabei kann die Haut so stark erschlafft sein, dass sie wie ein Segel nach unten hängt. Kann eine Oberarmstraffung Abhilfe schaffen?

Dr. Wörl: Das genau ist das Ziel einer Oberarmstraffung: dem Oberarm wieder zu einem schönen, straffen, jugendlichen Aussehen zu verhelfen. Bei einer Haut mit einem sehr ausgeprägten Elastizitätsverlust reicht es allerdings oft nicht aus, nur die Haut zu straffen, sondern es müssen auch Haut- und Fettgewebeüberschüsse entfernt werden. Damit die spätere Narbe weitgehend unauffällig ist, erfolgt die Schnittführung an der Innenseite des Oberarms. Die eigentliche Straffung des Gewebes wird dann über die Achselhöhle, z. B. über einen L-förmigen Gegenschnitt, durchgeführt.

Welche Lösung gibt es, wenn die Oberarme sichtbar schlaffer geworden sind, der Hautüberschuss sich aber in Grenzen hält?

Dr. Schmiedl: In diesem Fall kann eine Fettabsaugung ausreichen — eine bewährte Methode zur nachhaltigen Verbesserung von Körperkonturen, die uns zudem eine narbensparende Vorgehensweise erlaubt. Es können aber auch beide Verfahren miteinander kombiniert werden. Eine Fettabsaugung bewirkt zwar immer eine gewisse Straffung, doch lässt sich mit diesem Verfahren nicht der Elastizitätsverlust der Haut kompensieren. Verfügt die Haut nicht mehr über genügend Spannkraft, kann sie sich nicht mehr ausreichend zusammenziehen — und der Effekt der Fettabsaugung bleibt allenfalls mäßig zufriedenstellend. Dieses Problem stellt sich jedoch nicht, wenn wir gleichzeitig in der Achselhöhle kleinere Hautanteile spindelförmig entfernen und so die Oberarmhaut zur Achsel hin straffen. Dadurch erhalten die Oberarme wieder ihre harmonischen Proportionen: Sie fühlen sich nicht nur straff und fest an, sondern sie sehen auch so aus.

Nun können auch andere Körperpartien von altersbedingtem Elastizitätsverlust ­betroffen sein, etwa die Oberschenkel ...

Dr. Schmiedl: ... das ist richtig. Ebenso können starke Gewichtsschwankungen bzw. eine Gewichtsreduktion unschöne Hautüberschüsse hinterlassen. Andererseits können auch Fettdepots oder eine Cellulite zu einer unschönen Oberschenkelkontur beitragen. Hiervon können auch Frauen betroffen sein, die eigentlich keine Gewichtsprobleme haben. In diesen Fällen ist dann die Oberschenkelstraffung eine Option.

Ist die Vorgehensweise bei einer Oberschenkelstraffung die gleiche wie bei der Straffung der Oberarme?

Dr. Wörl: Im Wesentlichen schon. Die klassische Oberschenkelstraffung ist jedoch deutlich aufwendiger, und sie zieht zudem sichtbare Narben an der Innenseite der Oberschenkel nach sich. Oft genügt es aber bereits für ein schönes, ansprechendes Ergebnis, die Haut- und Fettgewebeüberschüsse nicht im gesamten Oberschenkel, sondern nur in einem kleineren Teilbereich zu entfernen. Hierfür wenden wir eine risikoarme und besonders narbensparende Methode an, bei der der Zugang über die Leiste erfolgt. Das bedeutet, dass die Schnittführung innenseitig von oberhalb der Leistenbeuge bis zur Gesäß­falte verläuft und nicht längs an der Innenseite des Oberschenkels. Dies hat den enormen Vorteil, dass die Narbe kaum sichtbar ist, weil sie in der Hautfalte der Leiste versteckt ist.

Dr. Schmiedl: ...Im Übrigen kann auch bei einer Oberschenkelstraffung eine Kombina­tion von Hautstraffung und Fettabsaugung Sinn machen, etwa wenn gleichzeitig störende Fettdepots bestehen.

Können eine Oberarm- oder Oberschenkelstraffung auch ambulant durchgeführt werden?

Dr. Wörl: Beide Methoden können ambulant durchgeführt werden. Bei einer aufwendigeren Oberschenkelstraffung kann auch ein kurzer stationärer Aufenthalt sinnvoll sein. Im Allgemeinen raten wir zu einer Vollnarkose.

Zu den Personen

Die Münchner Fachärzte für Plastische ­Chirur­gie Dr. med. Hans-Her­mann Wörl und Dr. med. Stefan Schmiedl blicken nicht nur auf eine lange Berufstätigkeit zurück, sondern gelten in der Fachwelt auch als »Trendsetter«, die durch Weiterentwicklungen oder innovativen Kombinationen von bewährten und neuen Methoden immer wieder Maßstäbe in der Ästhetisch-Plastischen Chirurgie setzen. Im Einzelnen umfasst ihr Behandlungsspektrum sämtliche Leistungen der Rekonstruktiven und der Plastisch-Ästhetischen Chirurgie, z. B. alle operativen und (nicht-)operativen Maßnahmen (z. B. Botox und Filler) zur Gesichtsverjüngung, Lidkorrektur, Brustvergrößerung, Brustverkleinerung und Bruststraffung, Fettabsaugung mithilfe der Tumeszenztechnik, Bodylift, Oberarm-, Oberschenkel- und Bauchdeckenstraffung sowie Genitalchirurgie.
Nähere Infos: www.widenmayer16.de

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