Bescheid wissen. Gesund bleiben.

Viele Frauenleiden, die einer operativen Behandlung bedürfen, waren lange Zeit mit großen Bauchschnitten und dem Verlust des erkrankten Organs verbunden. Eine schonende Alternative zur »Radikaloperation « ist die minimal-invasive Operationstechnik: Mit ihr ist es möglich, sowohl organerhaltend zu operieren, als auch ein optimales therapeutisches und kosmetisches Ergebnis zu erzielen. So viel wie nötig, so wenig wie möglich: In München hat das MIC-Zentrum am Englischen Garten der Frauenklinik Dr. Geisenhofer den Grundgedanken der minimal-invasiven Chirurgie (MIC) konsequent umgesetzt: Hier werden jährlich hunderte gynäkologische Eingriffe per Bauch- oder Gebärmutterspiegelung auf höchstem Qualitätsniveau durchgeführt. Sogar die Entfernung der Gebärmutter ist auf diesem risikoarmen Behandlungsweg möglich, wie der Leiter des MIC-Zentrums Dr. med. Thomas Füger im Gespräch mit TOPFIT erklärt.

Von Dr. Nicole Schaenzler

 

Herr Dr. Füger, Sie gehören zu den wenigen deutschen Gynäkologen, die Inhaber der höchsten Qualifikationsstufe nach MIC III sind; diese darf nur geführt werden, wenn in den zurückliegenden fünf Jahren mindestens 800 große laparoskopische Eingriffe vorgenommen wurden. Kurzum: Sie sind mit der »Schlüsselloch-Chirurgie« bestens vertraut. Was schätzen Sie an diesem Verfahren?

Dr. Füger: Die »Schlüsselloch-Chirurgie« erlaubt uns eine besonders gewebeschonende Vorgehensweise, da für den Eingriff nur kleine Hautschnitte erforderlich sind. Über sie werden dann miniaturkleine Arbeitsinstrumente bzw. -kameras eingeführt. Auf diese Weise bleiben postoperative Schmerzen gering, der Heilungsprozess verläuft rascher und die Phase der Rekonvaleszenz ist deutlich kürzer als nach einem konventionellen Bauchschnitt. Für die Patientin ist es schon ein großer Unterschied, ob sie bereits nach ein bis zwei Wochen, wie dies normalerweise nach einem minimalinvasiven Eingriff möglich ist, oder erst nach sechs Wochen und länger wieder in ihr Arbeitsleben zurückkehren kann.

Welche Frauenerkrankungen lassen sich minimal-invasiv behandeln?

Dr. Füger: Im Prinzip lassen sich heute fast alle gutartigen gynäkologischen Erkrankungen, die einer operativen Behandlung bedürfen, auf minimalinvasivem Wege beheben. Die Entfernung von Myomen in der Gebärmutter oder von Endometrioseherden, von Zysten an den Eierstöcken, Verwachsungen bzw. Verklebungen der Eileiter bis hin zur Verödung oder Entfernung der Gebärmutterschleimhaut bei Blutungsstörungen sind typische Indikationen. Sogar die Entfernung einer stark vergrößerten Gebärmutter ist per Bauchspiegelung möglich, und zwar auch so, dass der Gebärmutterhals erhalten bleibt. Dadurch bleiben die natürlichen anatomischen Verhältnisse im Becken gewahrt. Früher übliche Spätfolgen der operativen Gebärmutterentfernung, z. B. eine Beckenbodensenkung und damit verbundene Inkontinenzprobleme, können vermieden werden.

Was sind häufige Indikationen bei jüngeren Frauen?

Dr. Füger: Starke Blutungen und/oder Schmerzen während der Menstruation, wie sie oft durch Myome in der Gebärmutter oder auch durch Endometriose hervorgerufen werden, aber auch Sterilitätsprobleme sind häufige Indikationen. Gerade jüngere Frauen mit unerfülltem Kinderwunsch profitieren in besonderem Maße von der minimalinvasiven chirurgischen Gynäkologie, weil sie sicher sein können, dass die Ursachen zielgenau behoben werden, ohne dass es zu Funktionsverlusten oder sonstigen Beeinträchtigungen der Organe kommt.

Nähere Infos unter

MIC-Zentrum am Englischen Garten der Frauenklinik Dr. Geisenhofer
Hirschauer Str. 6, 80538 München
Tel.: (089) 97 58 23 45
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.geisenhoferklinik.de

MIC-Zentrum München 
Terminalstraße Mitte 18 
München Airport Center-Süd 
85356 München-Flughafen 
Telefon: 089 - 9 758 23 45 
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Homepage: www.mic-zentrum-muenchen.de

 

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