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Vom Wunschgewicht zur Traumfigur PDF Drucken E-Mail

Da wird über Wochen und Monate kalorienarm gegessen, Verzicht geübt, Sport getrieben — und dann das: Die Waage zeigt zwar etliche Kilos weniger an, doch nun hängt die Haut schlaff am schlank gewordenen Körper herunter. Bevor man zu dem Ergebnis kommt, dass ein paar Pfunde mehr dann doch das kleinere Übel sind, sollte man diesen Artikel lesen. Denn die Möglichkeiten der ästhetisch-plastischen Chirurgie, den Betroffenen wieder zu einer straffen, jugendlichen Haut zu verhelfen, sind heute besser denn je, wie die Münchner Fachärzte für Ästhetisch-Plastische Chirurgie Priv.-Doz. Dr. Max Geishauser, Dr. Eugen Herndl, Dr. Hans-Hermann Wörl und Dr. Stefan Schmiedl im Gespräch mit TOPFIT aufzeigen.

Von Dr. Nicole Schaenzler

 

Herr Dr. Wörl, wie kommt es, dass mit einer starken Gewichtsabnahme oft eine extreme Erschlaffung der Haut verbunden ist?

Dr. Wörl: Als elastisches Organ ist die Haut — ebenso wie das darunter liegende Stützgewebe — ausgesprochen dehnfähig. Durch starkes Übergewicht kann es jedoch zu einer Überdehnung kommen. Dies hat zur Folge, dass sich die Haut — ähnlich einem überdehnten Gummiband — nicht mehr ausreichend zusammenzieht, wenn das Gewicht durch eine Ernährungsumstellung oder eine chirurgische Magenverkleinerung stark reduziert werden konnte. Das Ergebnis: Der schlanke Körper steckt nun in einem Hautweichteilmantel in XXL-Größe, der buchstäblich nicht mehr passt. Dies zeigt sich dann in unschönen Hautüberschüssen, die wie Schürzen oder Lappen herunter hängen, aber auch in ausgeprägten Hautfalten und Dehnungsstreifen — das trübt natürlich erheblich die Freude über den Sieg gegen die Pfunde.

 

Welche Körperpartien sind besonders betroffen?

 Dr. Geishauser: Typische Problemzonen sind Oberarme, Brust, Bauch, Gesäß und Oberschenkel. Sogar Gesicht und Hals können betroffen sein. Unschöne Hautschürzen nach einer starken Gewichtsabnahme sind übrigens ein Thema, dass beide Geschlechter gleichermaßen betrifft: Mindestens 50 Prozent unserer Patienten, die sich für eine operative Hautstraffung entscheiden, sind Männer, denen es gelungen ist, ihr Gewicht deutlich zu reduzieren.

 

Stichwort »Hautstraffung« — welche Lösungen bietet die ästhetisch-plastische Chirurgie?

Dr. Schmiedl: Um einer erschlafften Haut wieder zu einem schönen, straffen, jugendlichen Aussehen zu verhelfen, gilt es, vereinfacht ausgedrückt, überschüssiges Haut- und Unterhautfettgewebe zu entfernen und die verbleibende Haut zu straffen. Dies ist im Wesentlichen das Prinzip aller Straffungsoperationen — egal, ob es sich um eine Oberarmstraffung, eine Brust- oder Bauchstraffung oder um ein Bodylift handelt. Bei einem Bodylift werden mehrere Körperpartien in einem Behandlungsschritt korrigiert, z. B. Brust und Bauch oder auch Gesäß-, Rücken- und Bauchpartie...

 

Dr. Geishauser: ...mitunter reicht jedoch eine Hautstraffung für ein optimales ästhetisches Ergebnis allein nicht aus. Bei einer Bauchdeckenstraffung z. B. wird nicht nur die überschüssige Haut entfernt, sondern ebenso die Bauchmuskulatur gerafft. Hiervon profitiert auch das Erscheinungsbild der Taille, die nun wieder ansprechend betont ist. Oder es bietet sich an, Behandlungen zu kombinieren, etwa eine Hautstraffung in Kombination mit einer Fettabsaugung. Frauen, die nach einer erfolgreichen Gewichtsreduktion unter einer schlaffen, überdehnten, »hängenden« Brust leiden, kann mit einer Kombination von Bruststraffung und dem Einsatz eines Brustimplantats in einem Behandlungsschritt geholfen werden.

 

Klingt kompliziert...

Dr. Wörl: ...ist es aber nicht. Zumindest nicht für einen erfahrenen ästhetisch-plastischen Chirurgen, der die modernen Techniken für eine möglichst narbensparende Vorgehensweise beherrscht und der genau weiß, wie viel gestrafft werden muss, um dem Patienten wieder zu einem ansprechenden Erscheinungsbild zu verhelfen.

 

Dr. Schmiedl: ...ganz wichtig ist zudem eine exakte Therapieplanung. Denn meist sind es ja mehrere Körperpartien, die von einem Hautüberschuss betroffen sind. Deshalb legen wir in der Regel zunächst gemeinsam mit dem Patienten einen Stufenplan fest und beginnen mit den Problemzonen, die ihm besonders stark zu schaffen machen. Eine auf mehrere Schritte angelegte Behandlungsstrategie hat zudem den Vorteil, dass sich die Belastung für den Patienten in Grenzen hält.

 

Und was passiert, wenn man nach einer Hautstraffung wieder an Gewicht zunimmt?

Dr. Wörl: Auch eine operativ gestraffte Haut lässt sich durch ausgeprägte Fettpolster dehnen. Nimmt man dann wieder ab, ist der Straffungseffekt allerdings dahin. Immerhin: Nachstraffungen sind jederzeit möglich.

 

Weitere Informationen unter www.plastchir.com.

 
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