Verkleinern und straffen - Brustkorrektur für ein besseres Körpergefühl

    Ästhetisch-Plastische Chirurgie

    Ein großer Busen gilt als Schönheitsideal. Doch längst nicht alle Frauen, deren Oberweite im Verhältnis zu ihrem Körperbau sehr üppig wirkt, teilen diese Meinung. Im Gegenteil: Für sie sind ihre Brüste eine Bürde - sowohl körperlich als auch psychisch. 

    Körperlich, weil das Gewicht von voluminösen, schweren Brüsten schwere Haltungsschäden und Rückenschmerzen zur Folge haben kann. Psychisch, weil das Gefühl, in der Öffentlichkeit angestarrt und womöglich auf den großen Busen reduziert zu werden, als sehr belastend erlebt wird. Kein Wunder, dass die Zufriedenheitsrate bei Frauen mit einer operativ verkleinerten und gestrafften Brust besonders hoch ist: »Viele meiner Patientinnen fühlen sich wie von einer Last befreit und erleben eine enorme Stärkung ihres Selbstwertgefühls«, sagt der Münchner Facharzt für Ästhetisch-Plastische Chirurgie Dr. med. Hans-Hermann Wörl im Gespräch mit TOPFIT.

    von Dr. Nicole Schaenzler

    Herr Dr. Wörl, Frauen mit sehr großen ­Brüsten leiden oft sehr unter ihrer üppigen Oberweite …

    Dr. Wörl: ....tatsächlich können große, schwere Brüste Einschränkungen nach sich ziehen, die bis ins Intimleben reichen. Viele Frauen mit einem großen Busen fühlen sich oft beim Sport und anderen körperlichen Aktivitäten beeinträchtigt - manch eine Sportart wird erst gar nicht begonnen. Zudem wird eine figurbetonte Mode häufig gemieden. Stattdessen wird versucht - nicht zuletzt als Schutz vor unerwünschten Blicken - die Brüste mithilfe einer übergroßen Kleidung zu »verstecken«. Dabei reicht der Leidensweg der Frauen meist bis in die Pubertät zurück, sodass viele von ihnen praktisch nie die Gelegenheit hatten, ein gutes Körpergefühl zu entwickeln. 

    Stimmt es, dass bei übermäßig großen Brüsten eine operative Verkleinerung auch aus gesundheitlichen Gründen empfohlen wird?

    Dr. Wörl: Das ist richtig. Sehr große Brüste haben ein nicht unerhebliches Gewicht, was sich ungünstig auf Muskeln und Wirbelsäule auswirken kann. Eine Reihe von Beschwerden sind dann die Folgen. Dazu gehören vor allem Kopf-, Nacken- und Rückenschmerzen, die dann oft einen chronischen Verlauf nehmen. Im Extremfall können sogar manifeste Haltungs- bzw. Wirbelsäulenschäden entstehen. In diesen Fällen ist die Gesundheit beeinträchtigt, und es liegt eine medizinische Indikation vor, sodass die Kosten für eine operative Brustverkleinerung häufig von den Krankenkassen übernommen werden. Dies gilt übrigens auch, wenn ausgeprägte Asymmetrien bestehen.

    Spielen bei der Brustverkleinerung auch ­ästhetische Gesichtspunkte eine Rolle?

    Dr. Wörl: Eine Brustverkleinerung ist immer auch eine ästhetische Korrektur. Das Ziel ist eine symmetrische, ästhetisch ansprechende Brust mit möglichst wenig Narben. Um dieses Ziel zu erreichen, sind neben der Verkleinerung meist eine zusätzliche Bruststraffung sowie eine Verkleinerung und Neubildung des Brustwarzenhof-Komplexes notwendig. Hier hat sich die Vorgehensweise in den letzten 15 Jahren stark verändert. Mit Brustformung durch Drüsenverlagerungen und durch Straffungen mit »inneren BHs« werden unter Berücksichtigung der Proportionen und der individuellen Vorstellung der Patientinnen schöne Ergebnisse modelliert. 

    Können auch ­jüngere Frauen einen solchen Eingriff durchführen lassen?

    Dr. Wörl: Im Allgemeinen spricht nichts dagegen, denn dank moderner OP-Methoden bleiben in der Regel die Sensibilität der Brustwarze ebenso wie die Stillfähigkeit erhalten. Dennoch sollte man gerade wegen der Stillfähigkeit jüngere Frauen mit Kinderwunsch sehr eingehend beraten. Meist kommen aber Frauen nach Abschluss der Kinderplanung, die gern wieder die Brustform von vor der Schwangerschaft und Stillphase haben möchten. Und es gibt natürlich viele Patientinnen im höheren Lebensalter, die eine operative Brustreduktion wünschen, weil die Größe ihrer Brüste durch die Wechseljahre zugenommen hat, was sie als sehr unangenehm empfinden. 

    Wann kommt eine alleinige Bruststraffung in Betracht?

    Dr. Wörl: Es gibt viele Faktoren, die sich ungünstig auf die Form der Brust auswirken können. Neben angeborenen Fehlformen können Schwangerschaften, hormonelle Schwankungen während der Wechseljahre oder Gewichtsschwankungen dazu führen, dass die Brust ihre Form und Festigkeit verliert. Die abnehmende Elastizität des Bindegewebes, die bereits ab dem 30. Lebensjahr einsetzt, tut dann meist noch ihr Übriges, um den Eindruck einer schlaffen, überdehnten, hängenden Brust zu verstärken - eine Situation, die die betroffenen Frauen oft stark belastet. Mittels einer Bruststraffung, die meist ambulant durchgeführt werden kann, können wir der Brust wieder zu einem schönen Aussehen verhelfen - und die Patientin kann ihre Weiblichkeit wieder unbeschwert genießen.

    Dr. Hans-Hermann Wörl

    Der Münchner Facharzt für Plastische Chirurgie Dr. Hans-Hermann Wörl praktiziert gemeinsam mit seinen Kollegen in der Praxisgemeinschaft Widenmayer 16 - Plastische Chirurgie & Ästhetik an der Isar. Im Einzelnen umfasst ihr Behandlungsspektrum nahezu sämtliche Leistungen der Rekonstruktiven (u. a. Korrekturen nach Brustkrebs, Folgeoperationen nach massivem Gewichtsverlust, Fettabsaugungen bei Lipöde­men) und der Ästhetischen Chirurgie. Dazu gehören alle operativen wie auch nicht-operativen Maßnahmen (z. B. Botox und Filler) zur Gesichtsverjüngung, Lidkorrektur, Nasenkorrekturen, Brustvergrößerung, Brustverkleinerung und Bruststraffung, Fettabsaugung, Bodycontouring / Bodylift, Oberarm-, Oberschenkel- und Bauchdeckenstraffung sowie Genitalchirurgie.
    Nähere Infos: www.widenmayer16.de

     

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    Urheber: bereta (Adobe Stock)

     

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