Fettabsaugung

    Unliebsame Fettpolster auf den Hüften, an den Flanken, den Oberschenkeln … Es gibt Problemzonen, die wird man einfach nicht mehr los, wenn sie sich erst einmal entwickelt haben. »Diese Fettdepots sind vor allem hormonell oder anlagebedingt. Deshalb gibt es auch kein spezielles Anti-Fettpolster-Programm, mit dem man die unliebsamen Fettansammlungen gezielt wegessen oder wegtrainieren könnte«, erklärt der Münchner Facharzt für Plastische Chirurgie Dr. med. Hans-Hermann Wörl.

    Für eine schöne Körperkontur

    Helfen kann die Fettabsaugung — eine bewährte Maßnahme der Plastisch-Ästhetischen Chirurgie, mit der der Körper wieder seine harmonische Form zurückerhält. Unliebsame Fettpolster auf den Hüften, an den Flanken, den Oberschenkeln … Es gibt Problemzonen, die wird man einfach nicht mehr los, wenn sie sich erst einmal entwickelt haben. »Diese Fettdepots sind vor allem hormonell oder anlagebedingt. Deshalb gibt es auch kein spezielles Anti-Fettpolster-Programm, mit dem man die unliebsamen Fettansammlungen gezielt wegessen oder wegtrainieren könnte«, erklärt der Münchner Facharzt für Plastische Chirurgie Dr. med. Hans-Hermann Wörl. Helfen kann die Fettabsaugung — eine bewährte Maßnahme der Plastisch-Ästhetischen Chirurgie, mit der der Körper wieder seine harmonische Form zurückerhält. 

    Von Dr. Nicole Schaenzler

    Herr Dr. Wörl, anscheinend lassen sich die Proportionen des Körpers, mit denen man unzufrieden ist, mit Selbsthilfemaßnahmen kaum beeinflussen. Woran liegt das? 

    Dr. Wörl: Wenn sich die Körperproportionen unschön verändert haben, liegt es meist an Fettdepots, denen weder mit Sport noch mit diszipliniertem Essen beizukommen ist. Die Fettpolster sitzen dann überwiegend dort, wo sie besonders stören und sich dann auch ungünstig auf die Körpersilhouette auswirken: an Gesäß oder den Hüften, aber auch an den Oberarmen oder den Oberschenkeln. Ein typisches Beispiel bei Frauen sind z. B. Reiterhosen, die durch Fettpolster an Oberschenkeln, Hüften und Knie-Innenseiten entstehen; der Oberkörper ist dagegen häufig zierlich. Männer leiden oft unter einer Fettansammlung im Hüft- oder Brustbereich. Mit der Fettabsaugung können die unerwünschten Fettpolster gezielt entfernt werden, um so z. B. einen harmonischen Übergang von Oberschenkeln zur Hüfte bzw. von der Hüfte zum Bauch zu erreichen. Das Ergebnis ist eine schöne, ansprechende Körperform.

    Eignet sich die Fettabsaugung auch, um einige Kleidergrößen schlanker zu werden?

    Dr. Wörl: Die Fettabsaugung ist nicht die geeignete Maßnahme, um Übergewicht abzubauen. Das Verfahren dient primär zur Beseitigung von Fettdepots an bestimmten, vorab genau definierten Körperarealen und nicht, um das Körpergewicht als solches zu reduzieren. Ziel ist es, nur so viel Fett und Fettzellen wie nötig abzusaugen, um eine ebenmäßige Körperkontur zu gestalten. 

    Kann es nach einer Fettabsaugung passieren, dass sich Fettzellen an anderen Stellen im Körper ansiedeln und dort dann für neue unschöne Fettpolster sorgen?      

    Dr. Wörl: Nach derzeitiger Studienlage kehren entfernte Fettzellen nicht von selbst wieder zurück. Wie auch Fett im Körper nicht wandert. Vielmehr ist es so: Hat man den Verdacht, dass nach einer erfolgreichen Oberschenkel-Fettabsaugung nun die Oberarme dicker geworden sind, liegt das mit ziemlicher Sicherheit daran, dass das Körpergewicht insgesamt mehr geworden ist. 

    Können Sie das genauer erklären?

    Dr. Wörl: Wenn wir mehr essen, als wir verbrauchen, wandelt der Körper den Überschuss in Fett um und speichert es in seinen Fettzellen — wir nehmen zu. Dort, wo eine Fettabsaugung erfolgt ist, gibt es nur noch relativ wenige fettspeichernde Zellen. Deshalb müssen nun andere Fettzellen im Körper den Part der Fettaufnahme übernehmen, etwa die Fettzellen an den Oberarmen. Das bedeutet also: Bilden sich nach einer Fettabsaugung in einer anderen Körperregion unschöne Fettdepots, ist das die Folge einer generellen Gewichtszunahme. Gelingt es jedoch, das Körpergewicht zu halten, bleibt die Bildung von neuen Fettansammlungen aus.

    Man hat es also selbst in der Hand, ob das Ergebnis der Fettabsaugung von Dauer ist.Dann ist eine Fettabsaugung allein noch keine Garantie für ein langanhaltendes Ergebnis?

    Dr. Wörl: Richtig ist: Soll die neue Körperkontur dauerhaft Bestand haben, gilt es auch nach einer Fettabsaugung, seine Lebens- und Essgewohnheiten so zu gestalten, dass eine starke Gewichtszunahme vermieden wird. Wir empfehlen unseren Patienten, mit einem Gewicht, das sie gut halten können, zu uns zu kommen und nicht mit einem Wunschgewicht im unteren Bereich. Denn die Erfahrung zeigt, dass es schwierig ist, dieses niedrigere Körpergewicht stabil zu halten. Bei einem Gewichtslevel im oberen Bereich ist dagegen eher eine Gewichtsabnahme zu erwarten. Bleibt das Gewicht konstant, ist die Beseitigung der unschönen Fettdepots von Dauer und die Körpersilhouette bleibt formschön.

    Sie empfehlen die Fettabsaugung unter Vollnarkose in Kombination mit Tumeszenz-Lokalanästhesie als Methode der Wahl. Was sind die Gründe?

    Dr. Wörl: Um mit einer alleinigen Lokalanästhesie eine ausgedehnte Fettabsaugung durchzuführen, müsste man die Lokalanästhetika weit überdosieren — und das könnte fatale Komplikationen für Herz und Gehirn haben. Aus diesem Grund empfehlen wir eine schonende, medikamentengeführte Narkose (TIVA) in Kombination mit zugelassenen Dosierungen von Lokalanästhetika in Tumeszenzlösung, die das Fettgewebe dünnflüssig machen und dem Patienten nach der Absaugung Schmerzfreiheit ermöglichen sollen. Dieses Verfahren ist lange Jahre erprobt, es gilt als besonders sicher und patientenfreundlich. Für die Absaugung selbst verwenden wir ein spezielles Vibrationsverfahren und dünne Absaugkanülen, um das Gewebe möglichst schonend zu behandeln. Dadurch können wir auch das Risiko von Gefäß- und Lymphbahnverletzungen auf ein Minimum reduzieren.

    ZUR PERSON

    Der Münchner Facharzt für Plastische Chirurgie Dr. Hans-Hermann Wörl praktiziert gemeinsam mit seinen Kollegen in der Praxisgemeinschaft Widenmayer 16 - Plastische Chirurgie & Ästhetik an der Isar. Im Einzelnen umfasst sein Behandlungsspektrum nahezu sämtliche Leistungen der Rekonstruktiven (u. a. Korrekturen nach Brustkrebs, Folgeoperationen nach massivem Gewichtsverlust, Fettabsaugungen bei Lipöde­men) und der Ästhetischen Chirurgie. Dazu gehören alle operativen wie auch nicht-operativen Maßnahmen (z. B. Botox, Filler) zur Gesichtsverjüngung, Lidkorrektur, Brustvergrößerung, Brustverkleinerung und -straffung, Fettabsaugung, Bodycontouring / Bodylift, Oberarm-, Oberschenkel- und Bauchdeckenstraffung sowie Genitalchirurgie.

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