Natürlichkeit ist Trumpf

    »Du siehst müde aus!« Deprimierend, wenn man diesen Satz zu hören bekommt, auch wenn man sich eigentlich putzmunter fühlt — und man nur zu gut weiß, dass es die herabhängenden Oberlider sind, denen man diesen Eindruck zu verdanken hat. Oder die Tränensäcke, die sich unschön unter den Augen wölben. Wer jetzt anfängt zu hadern, dem sei versichert: Bereits ein kleiner Eingriff genügt — und schon sehen Augen und Gesicht wieder jünger, frischer, ausgeruhter aus. »Gerade eine Lidstraffung gehört zu den besonders risikoarmen Eingriffen der Plastisch-Ästhetischen Chirurgie«, betont der Münchner Facharzt für Plastisch-Ästhetische Chirurgie Dr. Hans-Hermann Wörl im Gespräch mit TOPFIT.

    Natürlichkeit ist Trumpf

    Herr Dr. Wörl, früher gab es an den Augenlidern nichts auszusetzen, einige Jahrzehnte später hängen sie herab. Was ist der Grund?

    Dr. Wörl: Die Haut ist um die Augen besonders dünn und zart. Deshalb zeigen sich die ersten Spuren des Alterns oft im Bereich der Augenpartie, etwa als Knitterfältchen. Durch äußere Faktoren wie Stress oder zu viel Sonneneinstrahlung wird dieser Prozess beschleunigt, zudem wird er durch eine genetische Disposition gefördert. Die nachlassende Elastizität der Haut macht aber auch vor den Lidern nicht halt. Dadurch neigt die Haut der Oberlider relativ früh dazu abzusinken, mit dem unerwünschten Begleiteffekt, dass die Augen optisch verkleinert werden und müde wirken. Im Extremfall hängt die erschlaffte Haut vom Oberlid derart über, dass das Sichtfeld des Betroffenen beeinträchtigt wird und er nicht mehr richtig sehen kann. Im Übrigen kann die nachlassende Gewebefestigkeit auch die Entstehung von Schlupflidern begünstigen: Die Oberlider wölben sich immer mehr über die Wimpern und verdecken die Lidfalte. Beginnen die Unterlider herabzusinken, entstehen Tränensäcke. All diese Erscheinungen sorgen dafür, dass die Augen immer mehr an Ausdruckskraft verlieren. Und weil der Gesichtsausdruck wesentlich von den Augen geprägt wird, wirkt das gesamte Gesicht älter, abgespannter und oft auch trauriger, wenn die Augenlider erschlafft sind.

    Und dann kann eine Lidkorrektur Abhilfe schaffen? 

    Dr. Wörl: Genau. Bei einer Lidstraffung wird durch feine Schnitte überschüssige Haut und gegebenenfalls auch überschüssiges Fettgewebe entfernt bzw. Muskelgewebe gestrafft — und dies, ohne dass die Augenform verändert wird. Sichtbare Narben vermeiden wir, indem die Einschnitte, die mit sehr feinen Nähten verschlossen werden, in den Hautfalten »verborgen« sind. Von dem Eingriff profitiert unsere gesamte Ausstrahlung: Je offener der Blick, desto jünger und vitaler wirken wir! 

    Sie selbst führen pro Jahr über 200 Lid­korrekturen durch. Kann man also von einem »Standardeingriff« sprechen? 

    Dr. Wörl: Stimmt, ich verfüge über sehr viel Erfahrung in der operativen Korrektur von Augenlidern. Von einem »Standardeingriff« möchte ich allerdings nicht sprechen. Denn der Weg hin zum optimalen Ergebnis einer Lidkorrektur muss immer individuell festgelegt werden. Hierfür ist eine genaue Analyse der altersbedingten anatomischen Veränderungen, aber auch eine sorgfältige Planung des gewünschten Korrekturergebnisses unerlässlich. 

    Sind Ihre Patienten zufrieden?

    Dr. Wörl: Sie sind sogar sehr zufrieden — auch, weil sich der gewünschte verjüngende, frischere Effekt praktisch sofort einstellt. Hinzu kommt, dass gerade Oberlidstraffungen im Allgemeinen mit einem besonders niedrigen Risiko für Komplikationen verbunden sind.Gehen Sie bei einer Korrektur des ­Unterlids ähnlich vor?Dr. Wörl: Eine Unterlidstraffung bzw. ein Entfernen von Tränensäcken ist ein sehr viel komplexerer Eingriff als eine Oberlidstraffung. Sie setzt langjährige Erfahrung auch in der rekonstruktiven Chirurgie voraus und gehört daher unbedingt in erfahrene Hände. Gleichwohl ist die Unterlidstraffung ebenfalls eine beliebte Methode zur optischen Verjüngung — sowohl bei Frauen als auch bei Männern. 

    Wie lange hält das Ergebnis an?

    Dr. Wörl: Eine Korrektur der Unterlider sorgt für eine optische Verjüngung um einige Jahre. Dieser Effekt hält dann lebenslang an — obwohl der Alterungsprozess natürlich nach dem Eingriff weiter voranschreitet, daran kann auch die Plastisch-Ästhetische Chirurgie nichts ändern.

    ZUR PERSON

    Der Münchner Facharzt für Plastische Chirurgie Dr. Hans-Hermann Wörl praktiziert gemeinsam mit seinen Kollegen in der Praxisgemeinschaft Widenmayer 16 - Plastische Chirurgie & Ästhetik an der Isar. Im Einzelnen umfasst sein Behandlungsspektrum nahezu sämtliche Leistungen der Rekonstruktiven (u. a. Korrekturen nach Brustkrebs, Folgeoperationen nach massivem Gewichtsverlust, Fettabsaugungen bei Lipöde­men) und der Ästhetischen Chirurgie. Dazu gehören alle operativen wie auch nicht-operativen Maßnahmen (z. B. Botox, Filler) zur Gesichtsverjüngung, Lidkorrektur, Brustvergrößerung, Brustverkleinerung und -straffung, Fettabsaugung, Bodycontouring / Bodylift, Oberarm-, Oberschenkel- und Bauchdeckenstraffung sowie Genitalchirurgie.

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